Johannes Kramer
(Cello, Kontrabaß)



Ein Unikat. Der bandälteste (Jahrgang ’62) und bandinterne Betriebsrat gewinnt durch trockenen Humor und der Tatsache, dass er selbst aussichtslosen Situationen noch etwas Positives abgewinnen kann. Er eignete sich nach einigen Jahren Cellounterricht auch noch die Fähigkeit an, Kontrabaß zu spielen und lässt seitdem keine Möglichkeit ungenutzt, sich neuen musikalischen Herausforderungen zu stellen. Nach Klassik, Jazz und moderner Musik ist Johannes’ neuestes Projekt finnischer Tango. Seine Plattensammlung (die ungefähr genauso alt ist wie er) besitzt gleichermaßen Kult- wie auch Freakstatus – wer hat schon Platten von einem Künstler, der ein Cello mit ca. 30 Saiten spielt, oder orgiastisch vorgetragene Pasta-Rezepte auf italienisch? Nicht minder beeindruckend sind seine Bücher, die mittlerweile in Schichten in den Regalen stehen. Und überhaupt: Wenn auf der Fahrt zu einem Konzert alle anderen längst eingenickt sind, hält Johannes noch die Stellung und verschlingt bei offenem Fenster die neueste Literatur – sommers wie winters. Nach den Konzerten überzeugt er durch beachtliches Stehvermögen auf Aftershowparties und erzählt am nächsten Morgen - eher Mittag - allen anderen, was sie verpasst haben. Im Gegenzug erzählen ihm die anderen, wie das Frühstück war, das er seinerseits verpasst hat. Johannes ist heute als Lehrer für Musik und Religion tätig. Bis die Tage.

   
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