Zunächst als Kore (Kornmädchen) lebte die Tochter von Demeter und Zeus auf der Erde.
Hades, ihr Onkel und Herrscher über das Totenreich, verliebte sich in sie. Nachdem Zeus eine Heirat weder verbieten noch gewähren wollte, entführte Hades sie schließlich und nahm
sie in der Unterwelt als Persephone zur Gemahlin. Demeter war außer sich vor Schmerz und Wut, als sie davon erfuhr. Sie sprach mit Zeus, der einwilligte, daß Persephone, sofern es ihr freier Wille sei, wieder zur Welt der Lebenden zurückkehren dürfte - unter der Bedingung, daß sie nichts aus der Unterwelt mitnähme. Am Vorabend ihrer Rückkehr gab Hades ihr einen Granatapfel zu essen, und so trug sie drei Kerne des Apfels in ihrem Magen, als sie ihn verlassen wollte. Somit war die Bedingung nicht erfüllt und sie war gezwungen, wieder ins Totenreich zurückzukehren.
Demeter jedoch sandte eine Dürre über die Erde um die Götter dazu zu zwingen, Persephone freizugeben. Nachdem die ersten Menschen vor Hunger und Durst umkamen, zwang Zeus seinen Bruder Hades zu einem Kompromiss:

Persephone verweilte von nun an ein Drittel des Jahres in der Unterwelt bei ihrem Gatten, die restliche Zeit in der Welt der Lebenden bei ihrer Mutter. Dieser Mythos erklärt den Wechsel der Jahreszeiten und symbolisiert den Wechsel von Leben und Tod. Während der vier Monate, die sie in der Unterwelt verbringt, stirbt die Natur ab. Kommt sie jedoch wieder aus dem Dunkel des Hades herauf, bringt sie den Frühling mit sich, und die ganze Natur freut sich über ihre Wiederkehr und wird wiedergeboren, um neue Früchte zu spenden.
     
             
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