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Aschaffenburg, 28.10.2006 »


Mit Freude blickten wir dem Auftritt in Aschaffenburg entgegen, der den Abschluss dieses ereignisreichen Jahres bildete.
Bereits im Sommer trafen wir uns mit Veranstalter Stephan, den wir schon seit unserem Konzert in Ranstadt kennen, Gwydion von der Band DIODATI und Bright Light Label-Chef Sebastian zu einer Besichtigung der Schlosskapelle und waren geradezu entzückt von dem Ambiente und der Akustik.
Wir waren uns einig: Das wird sicher ein sehr schöner Konzertabend.
Darauf mussten wir natürlich gleich einen Trinken – einen Latte Macchiato. Hoch die Tassen!
Genauso entspannt wie die Vorbereitungen, war auch der gesamte Konzerttag. Wir verabredeten uns mit Holger, Johannes und John bereits am frühen Nachmittag, um noch mal einige Songs durchzugehen. Alles lief bestens, weshalb wir überraschend früh die Instrumente zur Seite legten, um uns auch mental auf das Konzert vorzubereiten. John machte seine paar Yoga-Übungen, Holger verfolgte ganz aufgeregt ein Fußballspiel im Radio und seufzte nur hin und wieder dramatisch auf, während Martin, Johannes und ich beim Kaffeeklatsch saßen, als uns Stephan und Sebastian abholten. Das ist mal ein Service an das wir uns gewöhnen könnten!
In der Kirche angekommen, schleppten wir erstmal unsere Instrumente auf die "Bühne" und spielten einige Songs an, um uns abermals von der hervorragenden Akustik zu überzeugen. Kurz nach unserem Eintreffen stießen auch DIODATI zu uns, weshalb wir gleich Gwydion in Beschlag nahmen und unsere gemeinsame Zugabe "Perfect Strangers" intonierten. Nachdem auch DIODATI einige Lieder anspielten war es auch schon an der Zeit, uns in den Backstagebereich, der sich über dem Altar, also über der "Bühne" befand, zurückzuziehen.
Kurze Zeit später begannen DIODATI mit ihrer Darbietung, unterstützt von der bezaubernden Nicole, die für die erkrankte Sängerin der Band eingesprungen war. Gespannt lauschten wir den Klängen der Musik, hatten
aber gleichzeitig die Aufgabe uns für unseren Auftritt fertig zu machen, was gar nicht so einfach war. Nachdem wir uns ja über der Bühne befanden, mussten wir sehr leise sein, um das Konzert nicht zu stören, außerdem war es recht dunkel...
Nachdem nun Holger mein Kleid, ich seinen Anzug und Johannes sein Hemd verkehrt an hatten, Martin den Kontrabass und John ein Cello in der Hand hielt, machte sich dezente Nervosität breit... Alles gar nicht so einfach, vor allem das Leise sein -)
Noch drei Songs: Langsam wird's ernst! Diesmal waren wir alle besonders nervös. Es befanden sich nämlich einige Verwandte und Bekannte im Publikum, deren Blicke ja bekanntlich besonders kritisch sind: Martins Eltern, Holgers Schwester und sogar CASHMA HOODY-Fans, die John mal in einer für sie ganz anderen Rolle erleben wollten.
Schwungvoll (für unsere Verhältnisse, versteht sich) begannen wir das Konzert und sorgten mit "Reflection", sowie vorangegangenem Intro für ausgelassene Stimmung im Publikum, was bei unseren Konzerten eher selten vorkommt, weshalb es in diesem Bericht explizit erwähnt sei. Besonderen Spaß machte auch unsere Chor-Version von "The End of the World", die das Publikum gegen Schluss des Konzertes noch mal richtig überraschte.
Alles in allem ein sehr gelungenes Konzert, mit dem wir sehr zufrieden waren.
Danach blieb allerdings nicht viel Zeit zum Entspannen, schnell mussten wir die Schlosskapelle räumen, da das Personal der Schlossverwaltung natürlich auch nach Hause wollte.
Wir setzten uns danach noch in einem Lokal zusammen, das leider nicht
so gemütlich war. Wir waren alle sehr hungrig, doch leider gab es nichts mehr zu Essen. Schließlich nahm Holger die Sache in die Hand und schmuggelte einen Döner ins Lokal und aß diesen mit Genuß. Johannes verflogte das Jazz-Festival im Radio, Martin und ich plauderten noch kurz mit Bekannten, als uns geschlossen die Müdigkeit übermannte. Sebastian und Stephan setzten uns sicher wieder zu Hause ab und halfen noch unsere Sachen zu verstauen.
So ging ein gemütlicher, aufregender und zugleich sehr erfolgreicher Konzertabend zur Neige, der auf jeden Fall Lust auf zukünftige Auftritte macht. Bevor PERSEPHONE allerdings wieder auf die Welt der Lebenden zurückkehren, ziehen sie sich erstmal in die Unterwelt zurück um an neuen Songs zu arbeiten...

Sonja

   
             
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